Freimaurerei

Ihren Ursprung hat die Freimaurerei in den "Bauhütten" der Steinmetze und Dombauer des Mittelalters.

Die erste Großloge wurde 1717 in London gegründet. Heute gibt es in Deutschland mehr als 470 Logen. Es arbeiten in Deutschland etwa 14.000, weltweit ca. 10 Millionen Freimaurer.

Freimaurerei ist eine Lebenshaltung. Im Mittelpunkt steht die Arbeit am rauen Stein und die Entwicklung einer toleranten Lebenshaltung. Humanität, Toleranz und Brüderlichkeit sind die Ideale, die Freimaurer auf der ganzen Welt verbinden.

In unserer freimaurerischen Kultur leben wir eine Philosophie, die uns befähigen soll, den Grundidealen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität näher zu kommen.

In der Loge treffen sich Menschen, die sich sonst nicht begegnet wären. Frauen und Männer jeden Alters, jeder Religion und mit den unterschiedlichsten Ansichten. Gerade diese Vielfalt ergibt eine echte Bereicherung des Logenlebens. Durch freien Gedankenaustausch untereinander versuchen wir, uns und unser persönliches Umfeld menschlicher zu gestalten.

Symbolik & Ritual

Rituale und Symbole machen unsere Lebenskunst, die auf menschlichem Miteinander und ethischer Lebensführung beruht, darstellbar, erlebbar und erlernbar.

Symbol (griech. symbolon = Sinnbild). Kein Mensch kann ohne Symbole leben. Er braucht sie, um seine Welt zu ordnen und die Erfahrungen seines Lebens auszudrücken. Dort, wo Worte und Begriffe nicht ausreichen, stehen sie für Ideale, eine Aufgabe oder eine Idee. Diese Symbole sind für Nichtfreimaurer oft unverständlich und geheimnisvoll, und müssen von dem jungen Freimaurer in den ersten Jahren erlernt und verstanden werden.

Zu einem Ritual treffen wir uns in einem besonderen Raum, dem Tempel. Diese feierliche Zusammenkunft verstehen wir nicht als Feier oder Gottesdienst, sondern als Arbeit an uns selbst. Mithilfe von Symbolen und den besonderen Wechselgesprächen des Rituals versuchen wir uns selbst zu erkennen, ins Nachdenken zu kommen und an uns selbst zu arbeiten und zu wachsen. Viele Elemente sind aus der Tradition der alten Dombauhütten übernommen, unter anderem die drei Grade (Lehrling, Geselle und Meister) in denen wir arbeiten.

Freimaurer-Grade

Die Grade der Freimaurerei entstammen der Tradition der Werkmaurerei, aus der die moderne Freimaurerei hervorgegangen ist.

Der neu aufgenommene Freimaurer ist zunächst Lehrling. Die Aufgabe des Lehrlings ist es, mit der Arbeit an sich selbst zu beginnen und Selbsterkenntnis zu üben. ("Schau in dich!")

Nach einer gewissen Zeit erfolgt die Beförderung zum Gesellen, der sich mit der Welt und den Menschen um sich herum auseinandersetzt. ("Schau um dich!")

Anschließend wird er zum Meister erhoben. ("Schau über dich hinaus!")

Unabhängig von seinen Graden hat jedes Mitglied die gleichen Rechte und Pflichten.

Verschwiegenheit

Freimaurerei erscheint vielen rätselhaft, zu verschwiegen, und sie steht oft im Verdacht, große Geheimnisse zu hüten oder zu verbergen. Doch wirklich geheim ist an ihr nichts. 

Schon dass Sie im Internet sehr viele Informationen über die Freimaurerei und die Logen finden, die von Freimaurern selbst publiziert werden, zeigt dies. 

Wir halten Verschwiegenheit jedoch für eine sehr wichtige Tugend, denn unsere Gemeinschaft ist auf Vertrauen aufgebaut, welches Voraussetzung für einen freien Meinungs- und Ideenaustausch ist.

Allein der dadurch entstandene, Geborgenheit gebende Raum bildet den Rahmen für die individuelle Arbeit am eigenen "rauen Stein".

Daher legt jeder Freimaurer bei der Aufnahme ein Gelöbnis ab. Dieses verpflichtet ihn zu Verschwiegenheit über freimaurerische Erkennungszeichen, unsere Rituale und vertrauliche Informationen unserer Mitglieder.

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